Rundbriefkasten


Ein Kommentar

Illegale Atomwaffen in Rheinland-Pfalz

an:
poststelle@generalbundesanwalt.de
info@genf.diplo.de
sigmar.gabriel@bundestag.de

poststelle@landtag.rlp.de

 

In der Eifel lagern ca. 20 amerikanische Atomwaffen, welche von deutschen
Tornados transportiert würden. 
Gemäß unseres Parlamentes und der
übergroßen Mehrheit der Bevölkerung gehören sie entsorgt. Doch „unsere“
Regierung setzt sich darüber hinweg – sowie über geltendes Recht:

Zur Zeit wird in New York ein UN-Vertrag verhandelt, welcher Atomwaffen
verbieten soll. Im Gegensatz zu den allermeisten Mitgliedern boykottiert dies
Deutschland. Die USA fordern die NATO-Mitglieder auf, den Verhandlungen
fernzubleiben bzw. den Verbotsvertrag nicht zu unterzeichnen
 …

 

Lieber Martin
Mit obigen Zeilen möchte ich Deinen Kommentar unterstreichen.
Bis zum 28. – 30. Juli  🙂   ⇒ auf der Friedenswiese in Büchel.

bild-fc3bcr-pm-620x350

 


2 Kommentare

Da ich in Oberndorf arbeite …

…. dachte ich mir, ich müsste mal Heckler & Koch besuchen,
Deutschlands tödlichstes Unternehmen.

 

an:
hkinfoboard@heckler-koch-de.com
Friede
Friede
Sehr geehrte Damen und Herren von HK

Heute bei schönstem Mittagswetter setzte ich mein Vorhaben
um und spazierte um Ihr weitläufiges Firmengelände. Mit Ihren
vielen Kameras sahen Sie mich – doch sahen Sie mich? Ich erzähle
Ihnen von mir. Ich sandte Friedensgedanken ins feinstoffliche
Feld, ich betete um Frieden. Ob`s was brachte? Ich weiß es
nicht. Einige Ihrer Mitarbeiter traf ich – man begrüßte sich
freundlich mit „Mahlzeit“. Ich dachte an Hannah Arendts
Banalität des Bösen …

Beim Laufen, Grüßen und Friedensenergie-Senden kam mir die
Idee, dass ich doch einmal pro Monat am Eingangstor stehen
könnte – mit einem/einer Bekannten – mit einem Friedensplakat.
! ~  Das wäre echt stark  <~
Doch sogleich fiel mir ein, dass ich an einer staatlichen Schule
in Oberndorf arbeite und auch zukünftig das Schulamt als
potentiellen Arbeitgeber haben möchte – und verwarf
schnurstracks mein Vorhaben. Auch ich bin korrupt und
ziehe Bertolt Brechts Fressen der Moral vor …

Am Ende meines Spaziergangs stieg eine Frau aus einem Auto
aus und fragte nach dem Eingang, da sie ein Bewerbungsgespräch
habe. Ich wies ihr den Weg und sagte sonst nichts zu ihr.

Jetzt wissen Sie besser, wen ihre Kameras aufzeichneten.

Mit freundlichem Gruß
Andreas Straubinger


Hinterlasse einen Kommentar

Humanität …

… dürfe man nicht predigen, sagt Levinas,
man müsse sie auf sich nehmen. Inmitten der Trümmer,
die von den großen Glücksversprechungen übriggeblieben sind,
muss jeder selbst anfangen. Der Krieg aller gegen alle kann für
Levinas nur durchbrochen werden durch den geduldigen
Aufenthalt im Hier und Jetzt. Durch den selbstlosen Verzicht,
das gesteckte Ziel um jeden Preis erleben zu wollen. Es gebe
keine Garantie, kein Prinzip Hoffnung,  sondern nur die
unbedingte Verantwortung für den Anderen und die
Pflicht, aus seiner Selbstzufriedenheit zu erwachen.

zitiert aus Minute 38:
Liebesweisheit. Emmanuel Levinas – Der Philosoph des Anderen.

g

ichdu1


Hinterlasse einen Kommentar

Kann es Ostern werden?

21

21. Jh.  / EUDSSR

Die Werte des Rechtsstaats, der Demokratie, der Gerechtigkeit, des Friedens usw.
werden zunehmend dem Geld nachgeordnet, siehe aktuell Jefta.

 

1. Jh.  / Palästina

Jesus verkündet die Bergpredigt, welche wie die Gemeinschaftsregeln der
Essener auf dem mosaischen Gesetz basiert. In einer Zeit, wo Griechisch die
Verwaltungssprache wurde und die Besatzer massenhaft ihre repräsentativen
Bauten und sogar ganze Städte wie Sepphoris und Tiberias bauen, ist die
aramäische Kultur der Dörfer, ihre Traditionen, ihr Selbstbewusstsein
und ihre Souveränität in Frage gestellt. Jesus erinnert sie an ihre ihre Wurzeln.

Es geht eine tiefe Kluft durch die Gesellschaft, da manche mit dem System auf
Kosten des Volkes kollaborieren, vor allem die Geistlichkeit. Diese Enttäuschung
und Wut soll nach Jesus nicht zur gegenseitigen Selbstzerfleischung führen,
er wirkt heilend, ruft zum Verzeihen, ja sogar zur Feindesliebe auf.

Wahrscheinlich benutzte die Geistlichkeit auch damals schon salbungsvolle
Worte, um ihre Heuchelei und ihren Wucher zu kaschieren. Jesus benutzt
knallharte Worte und wendet sogar Gewalt gegen die Tempel-Bank an.

Die Synagogen zur Zeit Jesu waren keine “Kirchengebäude“ sondern
öffentliche Versammlungsplätze, wo das Religiöse seinen Platz hatte, aber
eben auch die Organisation der “weltlichen“ Angelegenheiten. Jesus besuchte
die verschiedenen Dorfversammlungen und gründete echte Gemeinschaften.
Er schickte seine Jünger zu zweit aus, so wie er zu heilen, predigen und
Austreibungen zu bewirken. Das Stärken des Einzelnen durch seine Aktivisten
und vorallem die Gemeinschaftsbildung waren seine Hauptschwerpunkte.

Neben der Tempelsteuer und dem Zehnten für die Priester müssen die
Menschen ihr Geld bzw. ihre Produkte auch für die römischen Abgaben
geben. Verschuldung und Hunger waren die Folge. Jesus linderte die aktuelle Not
mit großen Speisungen. Er forderte auf, sich gegenseitig die Schulden zu vergeben
und machte Mut, dass dieses Unterdrückungssystem samt Tempel bald der
Geschichte angehöre und sodann ein Reich nach Gottes Geboten komme.
Ob er für einen Steuerboykott eintrat, ist umstritten., da er sich nicht in
offene Opposition zu den Römern begeben durfte.

Jesus setzte sich für Gewaltfreiheit ein. Wenn ein Soldat dich zwingt, sein Gepäck
zu tragen, geh mit ihm die doppelte Strecke. Eine Provokation für die Zeloten,
zu denen er Kontakt hatte und die ebenso wie ehemalige Kollaborateure
teilweise auch in seiner Volksbewegung waren.

Und doch stand eine militärische Niederschlagung bevor. Es war usus, dass
das Römische Reich Unruheprovinzen gewaltsam befriedet. Deshalb ließ sich
Jesus als Aufwiegler freiwillig den Römern ausliefern. Er starb für sein Volk. Das
Kreuz war ein politisches Hinrichtungsinstrument und links und rechts ihm
zur Seite hingen Freiheitskämpfer oder Terroristen, je nach Perspektive.

Nach Ostern gediehen die Gemeinschaften. Man wurde unabhängiger vom Geld.
Der Heilige Geist war in Bewegung, das Reich Gottes breite sich netzwerkartig
aus.  Der Einzelne wurde gestärkt.

Doch ach: Die militanten Freiheitskämpfer „schafften es“, dass die Römer
doch noch miitärisch eingriffen. Und ein weiteres Ach: Das Römische Reich
korrumpierte viele Christen und wandelte so die Widerstandsbewegung
in eine systemstabilisierende Religion.

Können wir im 21. Jh. dem politischen Jesus nachfolgen?
Seine Werte und Prinzipien wieder zum Leben erwecken?
Es nochmal Ostern werden lassen?

h

 

 


Hinterlasse einen Kommentar

Von der SED zur Atlantik-Brücke

k
an:

bundespraesidialamt@bpra.bund.de
k

k

Sehr geehrter Herr Gauck

Zu Ihrem heutigen Abschied
erinnere ich Sie an zwei meiner Rundbriefe.
k

Der eine zu Ihrer SED-Konformität:

Δ
Gemäß des MfS-Hauptmanns Terpe war die Stasi zufrieden mit Ihnen,
wie Sie z.B. 1988 einen zu politischen Kirchentag in Rostock verhindert
hätten. Gemäß dieser Quelle plante 1988 die Stasi, Sie in näherer Zukunft
die IM-Verpflichtungserklärung unterschreiben zu lassen.
Kam die Wende dazwischen?

Δ
Ihre Nachfolgerin als Leiterin der Gauckbehörde Frau Birthler gibt zu
bedenken, dass man auch ohne Verpflichtungserklärung ein IM gewesen
sein könnte. Doch fehlen wohl in Ihrem Falle hierzu ausreichend Belege.
Könnte das damit zusammenhängen, dass Sie 1990 an zwei Tagen
stundenlang ganz allein (siehe S. 44 f.) mit Ihren persönlichen Stasi-Akten
zugange war? Warum war niemand anwesend und warum wurden Sie
nicht wenigstens beim Verlassen des Rostocker Archivs kontrolliert?

Δ
Warum legten Sie nicht 2000 gegen ein Urteil des Landgerichts Rostock
Berufung ein? Seitdem ist es rechtskräftig, dass Sie als Begünstigter der Stasi
benannt werden dürfen. Und wofür erhielten Sie Ihre Privilegien? Deck(t)en
Sie z.B. Folterer, wie Ihnen von diesem Folteropfer vorgeworfen wird?

Δ
Warum stellten Sie ehemalige Stasi-Mitarbeiter für die Gauck-Behörde ein?
Warum belogen Sie über deren Anzahl das Parlament? Sollten MfS-Mitarbeiter
reingewaschen werden? Warum verschwanden so viele Stasi-Unterlagen?
Wieviele? Wer außer dem BND und dem Verfassungsschutz bekam noch
Stasi-Unterlagen, siehe diesen Leserbrief vom 23.02.2012. Washington?
Welche unserer Politiker sind hiermit erpressbar?

k

Der andere Rundbrief bezog sich auf Ihre Forderungen
nach mehr deutschen Militäreinsätzen:

Es gibt zahlreiche Aussagen von Ihnen, die m.E. den
Eindruck erwecken, als wollten Sie deutsche Kriegseinsätze
normalisieren. Einigen Ihrer  Aussagen stelle ich Bibelstellen
gegenüber, welche Sie als Pastor kennen dürften.

aus Ihren Predigten Bibel
Sie (die Bundeswehr) hat unser Zutrauen verdient, nicht nur in Debatten um den ‚gerechten Krieg‘ zu bestehen, sondern auch einem ‚gerechten Frieden‘ einen Weg zu bahnen. dass in unserm Lande
Gerechtigkeit und Friede
sich küssen.
Psalm 85,10 f.
Deutschland ist überdurchschnittlich globalisiert und profitiert deshalb überdurchschnittlich von einer offenen Weltordnung – einer Weltordnung, die Deutschland erlaubt, Interessen mit grundlegenden Werten zu verbinden. […] Die Beschwörung des Altbekannten wird künftig nicht ausreichen! Die Kernfrage lautet doch: Hat Deutschland die neuen Gefahren und die Veränderungen im Gefüge der internationalen Ordnung schon angemessen wahrgenommen? Reagiert es seinem Gewicht entsprechend? […] Ich meine: Die Bundesrepublik sollte sich als guter Partner früher, entschiedener und substantieller einbringen. […] Manchmal kann auch der Einsatz von Soldaten erforderlich sein. […] Auch wer nicht handelt, übernimmt Verantwortung. Es ist trügerisch sich vorzustellen, Deutschland sei geschützt vor den Verwerfungen unserer Zeit – wie eine Insel. Denn Deutschland ist so tief verwoben mit der Welt wie wenige andere Staaten. Somit profitiert Deutschland besonders von der offenen Ordnung der Welt. Und es ist anfällig für Störungen im System. Eben deshalb können die Folgen des Unterlassens ebenso gravierend wie die Folgen des Eingreifens sein –  manchmal sogar gravierender (…) Völker. Da werden sie ihre
Schwerter zu Pflugscharen und
ihre Spieße zu Sicheln machen.
Denn es wird kein Volk wider
das andere das Schwert erheben,
und sie werden hinfort nicht
mehr lernen, Krieg zu führen.
Jesaja 2,4
Ich habe das Gefühl, dass unser Land eine Zurückhaltung, die in vergangenen Jahrzehnten geboten war, vielleicht ablegen sollte zugunsten einer größeren Wahrnehmung von Verantwortung Stecke dein Schwert wieder an
seinen Ort! Denn wer zum
Schwerte greift, wird durchs
Schwert umkommen!
“Mt 26,52
Ich war nie Pazifist. Es gibt immer wieder Situationen, in denen man ernsthaft prüfen muss, ob ein militärisches Engagement ethisch vertretbar, vielleicht sogar geboten ist.  Selig die Frieden stiften, denn
sie  werden Töchter und Söhne
Gottes genannt werden.
Mt 5,9
Ja“ zu einer aktiven Teilnahme an Konfliktlösungen im größeren Rahmen mit Partnern der Europäischen Union und des Nordatlantischen Bündnisses. Du sollst nicht töten!
Dekalog
dass eine funktionierende Demokratie auch Einsatz fordert, Aufmerksamkeit, Mut, und eben manchmal auch das Äußerste, was ein Mensch geben kann: das Leben, das eigene Leben. Wer das Leben liebt, suche den
Frieden und jage ihm nach!
1. Petr. 3,11

 

Ihre vielen diplomatisch formulierten Forderungen nach einer
Zunahme militärischer Auslandseinsätze widersprechen dem Geist
der Bibel, doch nicht dem Papier „Neue Macht – Neue Verantwortung„,
welches 2013  von der „Stiftung Wissenschaft und Politik“ und auch
dem „German Marshall Fund“ veröffentlicht wurde. Beide Herausgeber
sind Mitglieder der Atlantik-Brücke. Sollten Sie womöglich auch,
Herr Gauck, etwas mit der Atlantik-Brücke zu tun haben? -> 2. Spalte …

k
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Straubinger