Rundbriefkasten

° kleiner Weihnachtsgruß *

2 Kommentare

 

Es gibt keine größere Sünde als viele Wünsche.
Es gibt kein größeres Übel als kein Genüge kennen.
Es gibt keinen größeren Fehler als haben wollen.
Darum:
Das Genügen der Genügsamkeit ist dauerndes Genügen.  
Tao te King: Zweiter Teil, Kapitel 46

 


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2 Kommentare zu “° kleiner Weihnachtsgruß *

  1. Lieber Andreas,
    zuerst auch hier nochmals Danke für die Weihnachtswünsche.
    Ich stehe deinem gewählten Spruch allerdings etwas 2-geteilt gegenüber und möchte das auch begründen.

    Es gibt keine größere Sünde als viele Wünsche.

    Okay, zu viele Wünsche sind nicht gut vor allem dann, wenn sie materieller Art sind und „vom Himmel fallen“ sollen. 😉
    Aber was ist mit dem Wunsch nach Frieden, nach Geborgenheit und Liebe, nach einem ansprechenden zu Hause, wo man sich wohl fühlt, ich spreche hier nicht von Luxus oder nach einer erfüllenden Aufgabe (z.B. am Arbeitsplatz) oder dem Wunsch nach guten Freunden und Gesprächen? Sollte das nicht jedem zustehen?
    Man sollte wohl die Art der Wünsche im Auge haben, aber wären wir wunschlos, so würden uns die Triebkraft und später die Wertschätzung bei Erfüllung der Wünsche fehlen. Ohne Wünsche würde Verweilen (Stillstand) im jeweiligen Zustandes bestehen. Ein Wunsch kann Handlung und Veränderung aktivieren.

    Es gibt kein größeres Übel als kein Genüge zu kennen.

    Zustimmung, alles sollte Grenzen haben.

    Es gibt keinen größeren Fehler als Haben wollen.

    Ebenfalls Zustimmung, aber auch das Habenwollen kann eine förderliche Triebkraft sein, vor allem wenn es sich wie beim Wünschen auf Frieden usw. oder lebensnotwendige Dinge bezieht und damit konstruktive Handlungen zur Erfüllung angestoßen werden.

    Das Genügen der Genügsamkeit ist dauerndes Genügen.

    DAS finde ich nun ganz kritisch, denn dauerndes Genügen ist Mangel! Wollen wir wirklich im Mangel bleiben und unsere Aktivitäten immer wieder aus Mangel heraus schöpfen? Oder wollen wir lieber in eine konstruktive Fülle (keinen verschwenderischen Überfluss!) kommen und darin leben?
    Dauerndes Genügen mag ja zwar die schöpferischen Tätigkeiten anregen, führt aber auch zu Standesunterschieden mit all den Folgen. Fülle hebt diese Unterschiede auf und lässt jeden Menschen gemäß seinen Fähigkeiten ein würdiges Leben führen.
    Auch wenn ich weiß, dass es 2016 noch nicht so weit sein wird, würde ich doch dieses allen Menschen wünschen.
    Liebe Grüße

  2. sEI GEGRÜ?T; LIEBE pETRA

    So die Großschreibtaste ist wieder normal, gerne könnte ich auf diese Taste auch verzichten.

    Mein Impuls ist sicherlich extrem, halt entsprechend dem gegenteiligen Extrem des allzuoft kunsumorientierten Weihnachtsfestes. Danke, dass Du auf das Zwischen aufmerksam machst, auf die Goldene Mitte.

    „Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.“
    Oscar Wilde

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