Rundbriefkasten

Warum lebe ich?

17 Kommentare

Dies, liebe Freundin, fragst Du Dich. Dabei bist Du überzeugte Christin,
doch scheinst Du die für Dich nötigen Antworten in Deiner Gemeinde
nicht zu erhalten. Du siehst die Gefahr, dass Du weitere 10 Jahre nicht
vom Fleck kommst und Deine Zeit nur noch ablebst.

Mit Hilfe dieses Vortrags möchte ich versuchen, auf Deine Frage einzugehen.

Der Start meiner Reise
Kann ich meine Jetzt-Situation wahrnehmen oder verdränge ich sie?

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Das Ziel meiner Reise
Was hat Gott in mein Wesen gelegt? Wohin möchte ich?

Mein Weg
Wenn ich mir über Start und Ziel halbwegs im Klaren bin, kann
ich Schritte in diese Richtung unternehmen.

Meine Hindernisse
Manchmal falle ich. Stolpere öfters. Komme nicht weiter. Was
blockiert mich? Es können auch Glaubenssätze sein. Sollte der
Weg allein zu anstrengend sein, kann ich mir für eine Teilstrecke
einen Reisebegleiter suchen – der mich durchschaut …

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Der Lohn der Reise
Ausdauer und Mut lohnen sich, denn ich mache Fortschritte. Gehe
ich meinen Weg, werde ich authentischer, komme mehr mit der
Essenz in mir in Kontakt, lebe zunehmend im JETZT. Dogmen und
Automatismen verlieren an Kraft, ich werde freier und unangepasster.
Je mehr ich mich mit mir rückverbinde (religio), desto mehr kann
Gottes Licht&Liebe durch mich fließen. Ich werde, der/die
ich bin und frage irgendwann gar nicht mehr nach dem Sinn …

Viele Grüße
Andreas

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17 Kommentare zu “Warum lebe ich?

  1. Tolle Comics…… der Bleistift und der Spitzer…herrlich…und irgendwie so wahr…. :-)…
    Liebs Grüessli us dä Schwiiz

  2. Die Freundin verharrt in ihrer Ehe in der Rolle des Stiftes …

    Grüßle ausm Schwabeländle

  3. Man könnte sich also die Frage stellen, wieso jemand in einer Ehe verharrt, die nicht mehr stimmig ist und an die eigene Substanz geht:
    – Angst vor dem Alleinsein
    – Angst vor finanziellen Problemen
    – Angst, es alleine nicht zu schaffen
    – Angst, plötzlich das ganze Leben wieder in die eigene Hände nehmen zu müssen und so banale Sachen zu machen, wie zB. das Auto selber zur Garage bringen etc… also all die Dinge, die der Partner bis anhin machte, nun wieder selber machen.
    – Angst, was andere denken könnten
    – Angst, niemanden mehr zu finden
    – Angst, Angst, Angst…..

    Meine grösste Angst wäre es, am Ende (Anfang?) sagen zu müssen, dass ich nicht gelebt habe, sondern mein Leben gelebt wurde.

  4. Danke, dass Du von Deiner größten Angst berichtet hast. Ich bringe mal ein Zitat, welches fälschlicherweise Nelson Mandela zugeschrieben wird – kennst Du diese Angst?

    Ich auf jeden Fall. Manchmal erlebe ich mich dabei, wie ich mich dämpfe, mir absichtlich Zeit und Energie nehme. Woher wohl diese Angst kommt, sein Licht leuchten zu lassen, seinen Lebenssinn zu erfüllen?

  5. Hm…gute Frage, woher diese Angst kommt, sein Licht richtig leuchten zu lassen….. banal gesagt: weil dann jeder noch so dunkle Winkel in uns beleuchtet wird?? Wir alle unsere Schatten sehen, das dunkle Verlies ausgeleuchtet wird?

    Aber sie spricht wohl davon, dass wir uns zu wenig kraftvoll geben im Alltag, wir Angst haben, zu leuchten, voranzugehen, Licht zu sein… ähnlich wie es einst Jesus tat. Dies könnte in der Kindheit begründet sein. Zu oft wurden wir doch ausgebremst, wenn wir mal etwas aus dem Herzen heraus taten, dies aber nicht in die Norm passte….. irgendwann dämmt man sein Licht, um nicht aufzufallen zwischen all den anderen gedämpften Lichtern…. Anpassung nennt man dies wohl. Und so kann es dann sein, dass man in einer Ehe ausharrt, weil man sich einfach angepasst hat… an Individualität verloren hat…. nicht mehr weiss, wer man ist.

    Lichtvoller Tag dir Andreas und allen Lesern..
    Crissi

    • Morgen Chrissi,

      als das Dunkle in mir sehe ich meine Wunden und Narben, Süchte, Unzulänglichkeiten usw. Nun frage ich mich, wie das Dunkle beleuchtet werden kann? Indem ich es als integralen Bestandteil meines Lebensweges anerkenne? Dadurch, dass meine Selbstliebe alle meine Aspekte und somit auch die dunklen umarmt? Könnte dies vielleicht dazu führen, dass es vom inneren Kampf zu einem inneren Spiel kommt?

  6. Vielleicht darf man sich fragen, wie lange man dieses Dunkle als Dunkel wahrnehmen möchte. Mensch neigt dazu, alles im Geiste zu wiederholen, so als sei alles gestern geschehen, auch wenn es Jahre her ist. Damit hält er sich selbst in der Dunkelheit gefangen.

    Wie eine alte Langspielplatte, die immer und immer wieder aufgrund eines Kratzes über die gleiche Stelle springt. „Du hast dies falsch gemacht, du hast dies falsch gemacht, du hast dies falsch gemacht, du hast dies falsch gemacht, du hast…. “ Wie lange geht es, bis Mensch den Tonarm des Plattenspielers anhebt und die Nadel etwas nach weiter vorne rückt? „Du hast dies falsch gemacht, aber damals hattest du aus deiner Sicht keine andere Wahl und aus deiner Not heraus gehandelt.“

    Sei nicht so hart zu dir selbst…..

    Wir müssen nicht perfekt sein – wir sind hier um zu lernen. Man fällt, man steht wieder auf, man fällt….. Es ist Tag, es ist Nacht. Es ist kalt, es ist warm. Es ist hell, es ist dunkel. Und Licht ist auch nur so schön, weil es die Dunkelheit erhellt. Aber ohne Dunkelheit könnte man gar kein Licht sehen….

    Lichtvolles Weekend
    Crissi

  7. Die Nadel landet immer wieder im Kratzer und man dreht sich im Kreis. Destruktive Gewohnheiten graben sich neuronal ein und die folgerichtige Abwärtsspirale gewinnt an Eigendynamik. Wie kann man da nun den Tonarm anheben? Wie die Nadel über den Kratzer heben?

    Meine Antwort habe ich dank Stefans Blog gefunden: Meine mir selbst schadenden Verhaltensweisen dienen der Betäubung meiner Ängste und Schmerzen. Stelle ich mich ihnen vermehrt, spüre ich sie bewusst, so braucht`s immer weniger meine betäubenden Verhaltensweisen. Dies die Theorie, welche auch gelebt werden möchte – für meine Herzensmusik.

    Alles Liebe
    Andreas

    • Liebe Crissi,
      Lieber Andreas,

      meint ihr man kann jede zerkratzte Platte und jeden kaputten Plattenspieler beliebig oft reparieren oder meint ihr die landen auch schonmal auf dem Müll? Was meint ihr, wie schnell so etwas passieren kann?

      Liebe Grüße
      August

      • Lieber August
        Da es sich ja um die eigenen Platten handelt, wirft man sich sozusagen selbst auf den Müll. Und ja, dies passiert schneller als man denkt. Wie viele Meschen geben sich selbst auf, werten sich ab und entsorgen sich bereits zu Lebzeiten? Und all dies aufgrund tief eingeprägter Kratzer aus der Kindheit?
        Ich bin der Meinung, man kann sie/sich beliebig reparieren und man wird immer besser dabei 🙂 – die Musik erklingt immer schöner, bis zum eigenen persönlichen Lieblingssong…

        Schönen Tag euch beiden
        Crissi

      • Welcome August
        Warst Du nicht dieses Jahr paar Monate in England und währendessen offline? Wie war die Zeit?

        Hallo Chrissi, liebe Silvia
        Eine Strophe Deines Lieblingssongs stelle ich mir ungefähr so vor:
        am Waldesrand auf einer Bank lässt Du Dir die Sonne ins Gesicht scheinen und plauderst mit einem alten Mann über die Geheimnisse dieses Ortes. Daheim wieder angekommen kochst Du was Leckeres mit den Kräutern aus dem eigenen Garten. Morgen werkelst Du in Deinem Atelier, während (D)eine Katze Dir um die Füße streift. Vielleicht restaurierst Du ja wieder etwas oder Du lässt Deine Spontanität mit den Farben spielen. Oder erhält Dein neuer Roman eine unverhoffte Wendung? Die Polizistin als Mörderin? 😉 Abends machst Du `s Dir mit Deinem Freund und zwei Rotweingläsern vor dem selbst gebauten Kamin gemütlich. Am Morgen chantest Du. Manchmal räucherst Du davor die Wohnung. Und eh Du Dich versiehst, liebe Chrissi, ist es schon wieder Winter und Du stapfst warm eingemummt am Waldesrand an einer verschneiten Bank vorbei …

      • Lieber Andreas
        Ein schönes Lied hast du dir für mich ausgedacht. Es ist das Bild, dass du von mir hast, zusammengesetzt aus allen Dingen, die du von mir zu kennen =scheinst=. Interessant…. 😀

        Übrigens, in meinem ersten Roman wurde tatsächlich der eine Polizist zum Mörder…. also denke ich, wird es keine derartige überraschende Wendung geben in einem künftigen Roman. Und die Kim, die bleibt ein nettes Mädel…

        Wie würde wohl der Song über dich aussehen?

        Ein Mann, der für Gerechtigkeit einsteht, der Gespräche schlichtet, gewaltfrei kommuniziert und sich in entsprechenden Gruppen einbringt, auch wenn dies bedeutet, mal hunderte von Kilometern fahren zu müssen. Ein Mann, der vor Leuten spricht, aber zu Hause viel zu oft schweigt und in sich gekehrt ist, sich Fragen stellt zum Warum und zum Wie weiter. Ein liebender Vater, der seine Tochter vermisst, aber weiss, dass sie ihren Weg gehen wird. Denn unabhängig wie sie erzogen wird, sie geht ihren Weg, weil sie den bereits in sich trägt. Nichts wird sie davon abhalten. Ein Mann, der gerne in der Natur ist, gerne mal ein Glas Wein trinkt und insgeheim von einer Nina träumt in seinem Alter. Eigentlich mag er keine Blogs und doch führt er einen eigenen. Viel lieber sucht er das direkte Gespräch… Manchmal wünscht er sich eine zweite Chance. Im gleichen Moment weiss er dann, diese Chance ist jetzt!

      • Bin aus einem ereignisreichen Wochenende zurück. War mit meinen Geschwistern klettern, hab mein neues Auto geholt und war bei der Quäker-Andacht. Abends hab ich noch eine Wanderung gemacht. Und jetzt – mit Muskelkater und zufrieden – möchte ich mich noch bei Dir bedanken, dass Du versucht hast, meine Herzensmelodie zu erlauschen und wiederzugeben. Wenn Du magst, kann ich ebenfalls mal probieren, meine innere Melodie in Worte zu fassen.

        Heute auf der Autobahn hab ich es nicht geschafft, Musik zu hören – kapier das neue Radio noch nicht. Sound of silence …

        🙂

      • Lieber Andreas
        Gerne, versuche doch mal deine eigene Melodie in Worte zu fassen…
        Ah, ein neues Auto…. ja, die neuen Instrumente sind dann manchmal noch ziemlich tricky zum Bedienen…. hoffe du hast anstelle von, einfach selber etwas gesungen…, dein persönliches Lied zum Beispiel… 😀
        Mit dem neuen Gefährt zufrieden?

        Einen wundervollen Tag dir und allen Lesern
        Crissi

      • Mit dem Golf von meinem Schwager (der jetzt einen Firmenwagen bekommt) bin ich super zufrieden und hab heute auch geschafft, das Radio reinzubekommen.

        Die Herausforderung, meine ureigene Musik zu verfassen, nehme ich gerne an. Irgendwann 2017 kommt wohl meine Single raus 😉

  8. Guten Morgen lieber Andreas
    „Wie kann man da nun den Tonarm anheben? Wie die Nadel über den Kratzer heben?“

    Hm… indem man es tut?

    Aber natürlich, es ist wie du sagst: je länger die Wiederholung von was auch immer anhält, desto mehr gräbt sich dies neural ein. Ähnlich einer Ackerfurche. Je tiefer die Furche, desto schwerer gelingt der Ausstieg. Ist mit allem so, ob dies Drogen sind, negative Gedanken, Prägungen, Gewohnheiten etc…. und je älter man wird, desto schwerer fällt es, den Ausstieg zu schaffen. Doch ich bin mir sicher, dass mit einem genügend grossen Willen, auch dies gelingt…. Man muss sich wie selbst umprogrammieren….

    Aber einfach ist es nicht…. bin da auch keine Meisterin…. hihi… 😀 – und manchmal ist es gar schön, in der alten Ackerfurche zu verharren…denn oftmals liebt Mensch das Drama, dieses Bittersüsse, diese Melancholie…. man könnte sich darin fast geborgen fühlen…. und da liegt es doch nahe zu fragen: wieso denn überhaupt die Furche (Kratzer) verlassen? Hat was mit den Botenstoffen zu tun, die da ausgeschüttet werden…. sie ähneln gar denen des Glücks….

    Schönen Tag dir – bei uns hat’s heute geflöckelt…. der Winter kommt…
    Crissi

  9. Man muss sich wie selbst umprogrammieren….

    Verstehst Du darunter das Implementieren neuer Glaubenssätze, liebe Chrissi, oder das Verändern von unliebsamen Gewohnheiten? Ich nehme mal zweiteres an und möchte anmerken, dass bei dieser Art der Verhaltenstherapie die Ursachen des Selbstsabotage-Verhaltens nicht im Blick sind. Muss ja vielleicht auch nicht, da Verhaltensänderungen zu Bewusstseinsänderungen führen können.

    Bei uns hat`s gestern auch geschneit.

    🙂

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