Rundbriefkasten

Gott entdecken?

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o

Wenn dir Dinge ständig im Kopf herumgehen,
verpufft der Kopf ständig seine Energie.
Der Kopf stumpft ab, wird gelangweilt, wird
so überlastet, dass dir das Leben einfach
sinnlos erscheint. Wenn der Kopf entlastet ist,
schwerelos, frisch, dann tritt Intelligenz ein,
dann schaust du mit frischen Augen auf die Welt,
mit einem frischen Bewusstsein, unbeschwert.
Dann ist die ganze Schöpfung schön – diese
Schönheit ist Gott. Dann ist die ganze Schöpfung
lebendig – diese Lebendigkeit ist Gott. Dann ist
die ganze Schöpfung ekstatisch, jeder Augenblick
davon, jedes kleine Stückchen davon ist selig
– diese Seligkeit, Ekstase ist Gott.

Gott ist keine Person, die irgendwo auf dich wartet:
Gott ist eine Offenbarung in 
dieser Welt. Wenn der
Kopf still ist, klar, unbelastet, jung, frisch, ungetrübt
– für einen ungetrübten Geist ist Gott überall.
Aber euer Geist ist tot, und ihr habt ihn abgetötet
durch einen ganz besonderen Prozess. Dieser
Prozess ist: Von einem Extrem zum anderen
zu gehen und von diesem Extrem wieder zu
einem anderen, ohne je in der Mitte zu bleiben.

Osho: Die verbotene Wahrheit – Über das Thomasevangelium

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Fruchtlos ist unsre Mühe dich zu finden,
Mein Gott, denn wir sind stümperhafte Wesen;
Ob nun erfüllt von Wissen oder Einfalt,
Es fehlt uns ganz die Macht, dich zu begreifen:
Dein Name tönt, – doch unser Ohr ist taub,
Du zeigst dich uns, – doch unser Aug ist blind.

Omar Chayyām, Nachdichtungen von Hans Bethge

o

Die Stimme Gottes kommt nicht vom
Sinai und nicht aus der Bibel, das Wesen der
Liebe, der Schönheit, der Heiligkeit liegt nicht im
Christentum, nicht in der Antike, nicht bei Goethe,
nicht bei Tolstoi – es liegt in dir, in dir und in mir, in
jedem von uns. Dies ist die alte, einzig ewig gültige
Wahrheit. Es ist die Lehre vom „Himmelreich“,
welches wir „inwendig in uns“ tragen.

Hermann Hesse: Weihnacht

o

Alle Meister, Nisargadatta, Ramana sagen:
Wie konnte das Absolute Selbst anfangen, nach
sich selbst Ausschau zu halten? Wie konnte es je
zu einem Sucher werden, um das zu suchen,
was der Sucher ist? 

Karl Renz: Punkt

 

Das Wasser wird das Wasser
wohl als letztes entdecken.

o

Der Tropfen weint: „Wie bin vom Meer ich weit!“
Das Weltmeer lacht: „Vergeblich ist dein Leid!
Sind wir doch alle Eins, sind alle Gott –
Uns trennt ja nur das winz’ge Pünktchen ‚Zeit‘. – “

 

Man darf nicht nach dem Wesen suchen,
man darf nicht nach dem Inneren Christus suchen,

sondern man muss sich finden lassen. Wir werden
gesucht von der überwältigenden Wirklichkeit,
die unseren eigentlichen Kern ausmacht. (…)
Wenn
wir sie suchen, schieben wir sie weg.

Karlfried Graf Dürckheim, Quelle

 

 

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