Rundbriefkasten


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Links vs Rechts

o


an:

https://www.dietotenhosen.de/kontakt

o

Hallo

Danke Dir für Deinen Tote-Hosen-Link zum Lied „Willkommen in Deutschland“.
Du legtest mir ans Herz, den Text ganz genau zu hören:

Dies ist das Land, in dem man nicht versteht,
Dass FREMD kein Wort für feindlich ist,
In dem Besucher nur geduldet sind,
Wenn sie versprechen, dass sie bald wieder gehen.
Es ist auch mein zuhaus‘, selbst wenn’s ein Zufall ist
Und irgendwann fällt es auch auf mich zurück,
Wenn ein Mensch aus einem anderen Land
Ohne Angst hier nicht mehr leben kann.
Weil täglich immer mehr passiert,
Weil der Hass auf Fremde eskaliert
Und keiner weiß, wie und wann man diesen Schwachsinn stoppen wird.

Es ist auch mein Land,
Und ich kann nicht so tun, als ob es mich nichts angeht.
Es ist auch dein Land,
Und du bist schuldig, wenn du deine Augen davor schließt.

Dies ist das Land, in dem so viele schweigen,
Wenn Verrückte auf die Straße gehen,
Um der ganzen Welt und sich selbst zu beweisen,
Dass die Deutschen wieder die Deutschen sind.
Diese Provokation, sie gilt mir und dir,
Denn auch du und ich, wir kommen von hier.
Kein Ausländer, der uns dabei helfen kann,
Dieses Problem geht nur uns allein was an.
Ich hab keine Lust, noch länger zuzusehen,
Ich hab’s satt, nur zu reden und rumzustehen,
Vor diesem Feind werde ich mich nicht umdrehen.

Es ist auch mein Land,
Und ich will nicht, dass ein viertes Reich draus wird.
Es ist auch dein Land,
Steh auf und hilf, dass blinder Hass es nicht zerstört.
Es ist auch mein Land,
Und sein Ruf ist sowieso schon ruiniert.
Es ist auch dein Land,
Komm wir zeigen, es leben auch andere Menschen hier.

Wie Du siehst, habe ich bestimmte Stellen fett markiert; sie möchte ich
zitieren. Sowie den Text von 2015 unter dem Video:

Der Titel wurde in seiner ursprünglichen Version auf 
dem Album „Kauf MICH!“ 1993 veröffentlicht und 
war eine Reaktion auf die damaligen rassistischen 
Pogrome und Anschläge in Deutschland. Damals 
hätten wir uns nicht vorstellen können, dass das 
Thema heute immer noch traurige Realität sein könnte.

Campino macht im letzten Satz dieses Zitates zwischen 1993 und 2015
keinen Unterschied. Flüchtlingsheimanzünder scheinen seines Erachtens
somit in der gleichen Kategorie wie AfD-ler und Pegida-Demonstranten,
welche er 2017 als Pegidatrottel titulierte. Im Liedtext heißt es, ihre
Motivation sei Hass auf Fremde (Zeile 10) und ihr Ziel das 4. Reich
(Zeile 28). Ihr Handeln sei Schwachsinn (Zeile 11). Pegida-Leute und
AfD-ler seien somit Feinde (Zeile 26).

Ein klares Feindbild ist aufgebaut. Wir die Guten – die die Schlechten.
Die Anderen sind immer die Täter – the same old story …
Ich glaube, dass Die Toten Hosen eine gute Motivation haben,
doch Beleidigungen vertiefen die Gräben und erschweren den
gesellschaftlichen Diskurs, das Brückenbauen. Die Positionen
am Rand radikalisieren sich. Zu welchen Folgen solches
führen kann, hat die Weimarer Republik gezeigt …

Wer profitiert von einer zunehmenden Spaltung und damit
Schwächung unserer Gesellschaft? Wenn das Unten sich
gegenseitig bekämft, ist das Oben ungestört; die uralte
politisch-soziologische Taktik des Teilen und Herrschens

Die Unterstellung, die Motivation sei blinder Hass (Zeile 30),
möchte ich nicht so stehenlassen. A. Merkel veranlasste 2015,
dass unsere Grenzen massenhaft und ungebremst passiert werden
konnten. Menschen begannen sich dagegen zu wehren – die
Pegida-Demonstrationen und die AfD erstarkten und erreichten,
dass der unkontrollierte Zustrom von echten und
Wirtschaftsflüchtlingen gebremst und in geregelte(re) Bahnen
überführt wurde. Mit ihrem Einfluss wendeten sie somit
großer Schaden von unserem Land ab. Ist es angemessen, sie
in Bausch und Bogen als Verrückte (Zeile 17) zu verunglimpfen?

Möge mein Beitrag ein kleines bisschen dazu beitragen,
dass Links und Rechts von der konfrontativen Dualität
zur kooperativen Polarität finden.

Viele Grüße
Andreas

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Obamas Kriege

auch an:
info@obamapresidentialfoundation.org


Hallo

Du bezweifelst, dass Barack Obama
sieben Länder angegriffen habe.

Da Du blind bist, verlinke ich nichts,
sondern zitiere Auszüge aus einem
Artikels für Dein Vorleseprogramm.

Die Quelle ist vom Dezember 2016 und lautet:
https://www.gegenfrage.com/friedensnobelpreistraeger-obama-machte-sieben-laender-platt/

Viele Grüße
Andreas

A
USA(…)

Während Barack Obamas Präsidentschaft
wurden folgende sieben Länder bombardiert:
USA
Afghanistan
USA
(…) Drohnen bombardierten immer wieder
verschiedene Ziele in dem zerrütteten Land.
USA
Irak
USA
Die Obama-Regierung ließ laut Bloomberg-Zahlen
allein im Jahr 2015 mindestens 5.000 Luftangriffe
im Irak und in Syrien durchführen. (…)
S
Libyen
USA
Nachdem die US-Streitkräfte und europäische
Verbündete das Land destabilisiert und aus der
Luft bombardiert und Staatschef Muammar al-Gaddafi
getötet
 hatten, bildeten sich zahlreiche Milizen im Land.
Auch der Islamische Staat fasste dort Fuß. (…)
SA
Pakistan
US
In Pakistan fanden viele US-Drohnenangriffe statt.
Nur vier Prozent der Getöteten davon sind laut Zahlen
des Bureau of Investigative Journalism Mitglieder
des Al Kaida-Netzwerks. (…)
A
Somalia
USA
Über die gesamte Amtszeit Obamas waren mindestens
100 US-Soldaten in Somalia stationiert. Dort führten
die Streitkräfte der Vereinigten Staaten Drohnenangriffe
gegen Mitglieder der Al-Shabaab-Gruppe
 durch, heißt es.
S
Syrien
USA
Unter Obama begannen die USA im Jahr 2014 mit Luftangriffen
auf Syrien
. Gleichzeitig ließ der Friedensnobelpreisträger
sogenannte „moderate Rebellen“ trainieren und ins Land
schleusen, um die Regierung in Damaskus zu stürzen.
US
Jemen
USA
(…) Die Luftangriffe wurden fast ausschließlich mittels Drohnen
durchgeführt und haben ab 2009 an Intensität zugenommen.
Laut Human Rights Watch sind knapp 70 Prozent der Menschen,
die bei den Luftangriffen ums Leben kamen, Zivilisten.

 


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Das Wertequadrat

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SCHERE UND NADEL
Ein König besucht den Weisen Farid. Als Gastgeschenk
bringt er eine goldene, mit Diamanten besetzte Schere
mit – eine kostbare Gabe. Der König verneigt sich vor
Farid und reicht ihm die Schere. Farid schaut sie sorgfältig
an und gibt sie dem König zurück: „Herr, ich danke dir für
dein Geschenk. Ich weiß, es ist kostbar, aber ich kann es
nicht brauchen. Viel schöner wäre es, du gäbest mir nur
eine einfache Nadel.“ Der König: „Das verstehe ich nicht.
Nadeln sind nicht wertvoll. Und wenn du eine Nadel
brauchst, dann brauchst du auch eine Schere.“ Darauf
Farid: „ Scheren schneiden die Dinge entzwei. Eine Nadel
aber näht sie zusammen. Ich lehre Liebe. Und Liebe will
zusammenfügen, nicht entzwei schneiden.“

Quelle
h

Der Artikel vom letzten Monat stellte die These auf,
dass die 
scheinbar bösen Extreme nicht böse seien. Sie
sind lebensnotwendig, 
spannen sie doch einen Raum aus,
in den hinein sich die Lebensfäden 
zusammenspinnen
und verweben können. Für sich allein 
genommen mag
ein Extrem vielleicht doch böse sein ~ ? ~ da 
lebensfeindlich,
doch ihr Zusammenspiel ermöglicht erst das 
Lebensspiel.
Sonne und Regen z. B. werden als gegensätzliche Elemente 
wahrgenommen und sind im Übermaß schädlich – doch im
Zusammenspiel kann sich ein Regenbogen zeigen.


Dieser farbenfrohe Himmelsbogen, welcher verschiedene
(Stand-)Punkte 
verbindend überbrückt, gilt als göttliches
Symbol. 
Aus diesem Seinszustand sind wir „vertrieben“, seit
wir durch den Baum der Erkenntnis 
Gut und Böse „sehen“.

v

In diesem Gut-böse-Bewusstsein steht man selbst meistens
auf der moralischen Seite und
somit scheinbar im Recht,
den
Anderen abzuwerten bzw. sogar zu bekämpften.


Zwei Seinsweisen stehen uns zur Auswahl. Die verbindende
Polarität und die trennend wirkende Dualität. Von zweiterem
ist die Welt übervoll und ersteres erscheint mir als eine
wertvolle Kunst, welche ich gerne vermehrt lernen und
anwenden möchte. 
Eine Hilfe hierfür könnte das
Wertequadrat
nach Helwig / Schulz von Thun sein. Anhand
des Autofahrens möchte ich diese Denkfigur vorstellen.

faden-201100278759

 

 

Quelle

„Bremsen“ alleine würde zu einem unguten Extrem führen und
braucht deshalb als Ausgleich das „Gas geben“. Auch das
„Gas geben“ braucht die entgegengesetzte Tugend, um nicht
in die Übertreibung abzugleiten. Durch das situationsgerechte
Zusammenspiel findet erst ein vernünftiges Fahren statt.


Machen wir ein zweites Beispiel, wie das Wertequadrat genutzt

werden kann und nehmen mal die „Freundlichkeit“ unter die Lupe.

faden-201100278759

Freundlichkeit kann zu übertriebener Schmeichelei führen.
Welche Schwestertugend könnte das In-den-Arsch-Kriechen
verhindern? 
„Ehrlichkeit“, schlage ich vor. Auch die
unausbalancierte Ehrlichkeit kann zuviel des Guten sein
und unhöflich werden. Ausbalanciert wird sie wiederum
von der „Freundlichkeit“. Durch das Zusammenspiel der
Gegensatz-Qualitäten kann sich in unserem Beispiel eine

glaubwürdige, da authentische Freundlichkeit entwickeln.


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Gibt es Gut und Böse?

88

Die Liste ließe sich fortsetzen und die Antwort scheint klar.
Ebenso böse erschienen 
mir die theoretischen Gegenpole:

  • Israel bevorzugte die Palästinenser ungemein
  • Verhätschelung von Kindern
  • syrische Übergriffe


Kann man also sagen, alle Extrempole sind destruktiv,
schaden dem Leben und sind somit böse?

Wenn wir uns das Leben als ein rundes Tuch vorstellen,
so hat es einen Rand – die diversen Pole wie z. B.

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle

Braucht der innere Stoff nicht notgedrungen einen Rand?
Braucht das Lebensgewebe nicht die Pole? Je weiter die
Pole auseinanderliegen, desto mehr Platz in der Mitte,
desto mehr Möglichkeiten und damit Freiheit. Je enger
die Pole beieinander, desto mehr ist alles gleich ⇒ was
Kreativität und Entwicklung lähmt. Würden alle Gegensätze
zusammenschmelzen, gäbe es keine Bewegung mehr, kein Leben.

Die Vorstellung vom Netz der vielen Pole scheint mir vibrierend
und gar nicht mehr klar im moralischen Sinne. Die jeweiligen
Pole bedingen sich gegenseitig und bilden in ihrer
Gegensätzlichkeit eine Einheit. Sie erst geben dem Leben Raum …


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Die Idee einer Friedenssteuer

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Ein Gastbeitrag von Brigitte.

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oooo oo ooooooo oo oooo ooooooooNürnberg, den 22.9.17


Hallo!

Andreas hat mich gebeten, einen Beitrag für diesen Blog zu schreiben.
Kennen gelernt haben wir uns im Juli in Büchel/Eifel beim Demonstrieren
gegen die Lagerung von Atomsprengköpfen in Deutschland.
Ich heiße Brigitte Janus, bin 66 Jahre alt, Ärztin und gehöre dem
Netzwerk Friedenssteuer an. Seit 26 Jahren verweigere ich die
Steuerzahlung für Militär und Rüstung und werde vierteljährlich
gepfändet, da ich selbstständig bin.
Ich bin eine von 10 Klägerinnen und Kläger gewesen, deren
Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht in
Karlsruhe nicht angenommen 
wurde.


Zwei Fragen beschäftigen mich:

  • Wie schaffen wir es, unsere Angst zu überwinden?
  • Warum glauben wir an Sicherheit durch Gewalt?


Angst ist ein existentielles Gefühl, eine ständige Begleiterin,
die uns oft schützt, aber auch einengt und uns von anderen
Menschen trennt, ja sie zu Feinden macht. Angst ist mit
rationalen Argumenten nicht beizukommen.
In meiner Arbeit begegne ich ängstlichen Menschen.
Ich sage dann, dass keine Erklärung meines Vorgehens – obwohl
dies natürlich erfolgt – die Angst auflösen kann, sondern nur das
Vertrauen meines Gegenübers in das eigene Potential und in mich.
Es spielt sich auf einer tieferen Ebene als auf der Verstandesebene ab.
Es ist verknüpft mit der Aufgabe von Kontrolle und dem tiefen
Vertrauen, dass mein Vorgehen hilfreich und sinnvoll ist.
Um die Angst zu überwinden, bitte ich mein Gegenüber laut zu sich
zu sagen: Ich habe Vertrauen. Ich schaffe das. Ich habe schon so vieles
im Leben geschafft. (Angela Merkel muss das von mir geklaut haben).
Das Gefühl des Ausgeliefertseins steht dann nicht mehr im Mittelpunkt,
sondern der Fokus kann sich zu den inneren Quellen, zur eigenen Kraft
hinwenden. Es befähigt, die drei instinktiven Reaktionen unseres
Reptilienhirns – erstarren, angreifen oder fliehen – zu überwinden.
Wir gewinnen inneren Raum, können durchatmen, Herz u n d Verstand
miteinander verbinden und dann handeln.

 

Es gibt individuelle und kollektive Ängste – unbewusste und bewusste….
Auf dieser Klaviatur haben Politik und auch Religionen schon immer gespielt.
Das Bedürfnis nach Sicherheit ist uns angeboren.
In der Menschheitsgeschichte wurde zur Beruhigung der vorher
geschürten Ängste so gut wie immer Gewalt angewandt. So konnten
Menschen im Sinne der Herrschenden manipuliert und die
Machtinteressen durchgesetzt werden. –

 

Es ist für die meisten Menschen einfach nicht vorstellbar, dass
Konflikte, die es immer geben wird, anders als mit Gewalt ´gelöst´
werden können.  Gewalt ist ein Ausdruck der Ohnmächtigkeit.
Um das Leiden zu beenden –  Da muss doch endlich Schluss damit
gemacht werden! – schlagen wir uns auf eine Seite. Die ´Guten´
kämpfen gegen die ´Bösen´. Und es ist klar, dass sich so die Spirale
der Gewalt fortsetzt, denn es gibt am Ende immer einen Gedemütigten
und einen Sieger. Hass und der Wunsch nach Vergeltung schwelen weiter…

 

Die gewaltfreie Konfliktlösung bedarf unermüdlicher Anstrengung – um eine
Lösung muss gerungen werden. Niemand weiß zu Beginn die Lösung. –
Darauf werden wir nicht vorbereitet. Gewaltfreie Konfliktlösung, wie
beispielsweise die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg,
ist kein Unterrichtsfach. Systemisches Konsensieren ist nicht bekannt.

 

Krieg ist nur die Spitze des Eisberges Gewalt. Wir haben blinde Flecken:
Gewalt 
beginnt in der Sprache, in der Erziehung, in unserer Beziehung
und dem Umgang mit den Mitgeschöpfen, den Pflanzen und Tieren
und der Erde, die uns doch das Leben ermöglichen ; sie ist am Werk
in unserem kapitalistischen Weltwirtschaftssystem.
Der norwegische  Friedensforscher Johan Galtung führte den Begriff
der strukturellen Gewalt ein und definierte sie so:
Strukturelle Gewalt ist die vermeidbare Beeinträchtigung
grundlegender menschlicher Bedürfnisse oder allgemeiner
ausgedrückt  des Lebens, die den realen Grad der Bedürfnisbefriedigung
unter das herabsetzt, was potentiell möglich ist.

Das ist sehr sachlich ausgedrückt. Unser Wirtschaftssystem hat mehr
Menschen 
getötet als kriegerische Auseinandersetzungen. In jeder
Sekunde verhungern 
und verdursten Menschen, sterben an behandelbaren
Erkrankungen, werden versklavt, missbraucht, ausgebeutet…..


Wir leben in dieser Wirklichkeit und verdrängen sie, weil wir uns
ohnmächtig fühlen, etwas daran zu ändern.
Eva Hartmann ( BWL-Professorin) hat den Bestseller geschrieben:
Wie viele Sklaven halten sie? Und auf slaveryfootprint.org können wir
die Anzahl der 
Menschen ermitteln, die für uns schuften.


Viele Menschen im Westen suchen in materiellen Gütern Sicherheit.
Je mehr, desto besser….Und dementsprechend wächst die Angst vor
Armut, vor dem Teilen. Frieden ist ohne Gerechtigkeit nicht zu
bekommen. Wir haben vergessen, dass Geld nur ein Mittel zum
Zweck ist. Nicht Geld, sondern Beziehungen schenken Sicherheit,
Sinn, Freude u n d Konflikte. Verbundenheit mit der Natur lehrt
uns Staunen und Demut.


Politik ist nichts anderes als Verteilen von begrenzten Ressourcen.
Die Prioritäten der Regierenden kann ich sehr genau im Bundeshaushalt
studieren. Sicherheit mit/durch Gewalt wird nicht in Frage gestellt!
Für mich ist es ein Skandal, ein Verbrechen, dass Milliarden Euro
in Destruktion wie Rüstung und Militär investiert werden! Diese
Milliarden Euro für den ´Verteidigungshaushalt´ fehlen der
Gesellschaft an allen Ecken und Enden!


Dieses Handeln vergiftet unsere Seelen: Drohung und Abschreckung
ist die entsprechende innere Haltung. Wir können nicht auf der einen
Seite junge Menschen zum Töten ausbilden, Mensch und Natur
zerstörende Güter produzieren und gleichzeitig konstruktiv sein,
das heißt dem Leben dienen. –


Ich kann mich selbst prüfen und fragen:

  • Wofür habe ich Zeit und wofür gebe ich Geld aus?
  • Wovor habe ich Angst? Was lähmt mich?
  • Auf wen oder was vertraue ich? Was gibt mir Sicherheit?
  • Woraus schöpfe ich Kraft, um gegen den Strom zu schwimmen?


Wir vertreten im Netzwerk Friedenssteuer die Forderung:
Niemand darf gegen sein Gewissen gezwungen werden, durch Steuern
und Abgaben zur Finanzierung von Militär und Rüstung beizutragen.
Wir treten für die Einführung eines Zivilsteuergesetzes ein.

Schaut doch mal auf die Website :
http://www.netzwerk-friedenssteuer.de

Auf you tube gibt es einen informativen achtminütigen Film:
Friedenssteuer Militärsteuerverweigerung
und eine sehr verständliche Erklärung von Ulla Klotz:
Umsteuern! Steuern für zivile Zwecke statt für Rüstung und Militär.

o
Es grüßt Euch
Brigitte aus Nürnberg

E-Mail-Adresse: b.janus@mnet-mail.de

 


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Da ich in Oberndorf arbeite …

…. dachte ich mir, ich müsste mal Heckler & Koch besuchen,
Deutschlands tödlichstes Unternehmen.

 

an:
hkinfoboard@heckler-koch-de.com
Friede
Friede
Sehr geehrte Damen und Herren von HK

Heute bei schönstem Mittagswetter setzte ich mein Vorhaben
um und spazierte um Ihr weitläufiges Firmengelände. Mit Ihren
vielen Kameras sahen Sie mich – doch sahen Sie mich? Ich erzähle
Ihnen von mir. Ich sandte Friedensgedanken ins feinstoffliche
Feld, ich betete um Frieden. Ob`s was brachte? Ich weiß es
nicht. Einige Ihrer Mitarbeiter traf ich – man begrüßte sich
freundlich mit „Mahlzeit“. Ich dachte an Hannah Arendts
Banalität des Bösen …

Beim Laufen, Grüßen und Friedensenergie-Senden kam mir die
Idee, dass ich doch einmal pro Monat am Eingangstor stehen
könnte – mit einem/einer Bekannten – mit einem Friedensplakat.
! ~  Das wäre echt stark  <~
Doch sogleich fiel mir ein, dass ich an einer staatlichen Schule
in Oberndorf arbeite und auch zukünftig das Schulamt als
potentiellen Arbeitgeber haben möchte – und verwarf
schnurstracks mein Vorhaben. Auch ich bin korrupt und
ziehe Bertolt Brechts Fressen der Moral vor …

Am Ende meines Spaziergangs stieg eine Frau aus einem Auto
aus und fragte nach dem Eingang, da sie ein Bewerbungsgespräch
habe. Ich wies ihr den Weg und sagte sonst nichts zu ihr.

Jetzt wissen Sie besser, wen ihre Kameras aufzeichneten.

Mit freundlichem Gruß
Andreas Straubinger


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Humanität …

… dürfe man nicht predigen, sagt Levinas,
man müsse sie auf sich nehmen. Inmitten der Trümmer,
die von den großen Glücksversprechungen übriggeblieben sind,
muss jeder selbst anfangen. Der Krieg aller gegen alle kann für
Levinas nur durchbrochen werden durch den geduldigen
Aufenthalt im Hier und Jetzt. Durch den selbstlosen Verzicht,
das gesteckte Ziel um jeden Preis erleben zu wollen. Es gebe
keine Garantie, kein Prinzip Hoffnung,  sondern nur die
unbedingte Verantwortung für den Anderen und die
Pflicht, aus seiner Selbstzufriedenheit zu erwachen.

zitiert aus Minute 38:
Liebesweisheit. Emmanuel Levinas – Der Philosoph des Anderen.

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