Rundbriefkasten


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schädliche Hilfe

Dank meinem Zugang zur Aufklärungsbewegung
habe ich vieles Schlechte hinter den Kulissen gesehen.
Seit fast 10 Jahren nun betreibe ich meinen Rundbrief
um Verbesserungsimpulse zu setzen.

Ich kann viel und eben auch viel Schlechtes in
meinen Mitmenschen sehen und dementsprechend
setze ich auch hier Verbesserungsimpulse.

Auf Nityas Blog fand ich nun folgendes Zitat:

Ihr seht immer den anderen in der Dunkelheit.
Das mag euch das illusorische Gefühl geben, dass
ihr hell seid, aber das kann euch keine Heiligkeit
geben. Und wenn ihr versucht, den anderen zu
erhellen, weil ihr glaubt, dass er in Dunkelheit
ist, macht das die Sache nur schlimmer – denn
das heißt, dem Schaden noch Spott hinzuzufügen.
Denn erstens ist die Dunkelheit eure Projektion,
und zweitens seid ihr nicht selber hell, ihr
könnt den anderen nicht erhellen.

Leute also, die versuchen, die Gesellschaft
zu transformieren, sind Übeltäter. Leute, die den
anderen verändern wollen, sind immer gefährlich.
Sie sind auf sehr subtile Weise Mörder. Und ihr
Mord ist so subtil, dass er nicht zu greifen ist.
Sie töten dich nicht direkt, sondern sie verkrüppeln
dich, sie beschneiden dich – und zwar „zu deinem
eigenen Guten“, so dass du nichts gegen sie sagen
kannst. Eure sogenannten Heiligen versuchen
nichts anderes, als die Dunkelheit zu zerstören,
die vielleicht gar nicht in euch ist, die sie aber in
euch hineinsehen. Sie sehen in euch eine Hölle,
weil das der einzige Weg ist, sich himmlisch
zu fühlen und zu sehen.

Osho: Die verbotene Wahrheit – über das Thomasevangelium

 

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Gott entdecken?

o

Wenn dir Dinge ständig im Kopf herumgehen,
verpufft der Kopf ständig seine Energie.
Der Kopf stumpft ab, wird gelangweilt, wird
so überlastet, dass dir das Leben einfach
sinnlos erscheint. Wenn der Kopf entlastet ist,
schwerelos, frisch, dann tritt Intelligenz ein,
dann schaust du mit frischen Augen auf die Welt,
mit einem frischen Bewusstsein, unbeschwert.
Dann ist die ganze Schöpfung schön – diese
Schönheit ist Gott. Dann ist die ganze Schöpfung
lebendig – diese Lebendigkeit ist Gott. Dann ist
die ganze Schöpfung ekstatisch, jeder Augenblick
davon, jedes kleine Stückchen davon ist selig
– diese Seligkeit, Ekstase ist Gott.

Gott ist keine Person, die irgendwo auf dich wartet:
Gott ist eine Offenbarung in 
dieser Welt. Wenn der
Kopf still ist, klar, unbelastet, jung, frisch, ungetrübt
– für einen ungetrübten Geist ist Gott überall.
Aber euer Geist ist tot, und ihr habt ihn abgetötet
durch einen ganz besonderen Prozess. Dieser
Prozess ist: Von einem Extrem zum anderen
zu gehen und von diesem Extrem wieder zu
einem anderen, ohne je in der Mitte zu bleiben.

Osho: Die verbotene Wahrheit – Über das Thomasevangelium

o

Fruchtlos ist unsre Mühe dich zu finden,
Mein Gott, denn wir sind stümperhafte Wesen;
Ob nun erfüllt von Wissen oder Einfalt,
Es fehlt uns ganz die Macht, dich zu begreifen:
Dein Name tönt, – doch unser Ohr ist taub,
Du zeigst dich uns, – doch unser Aug ist blind.

Omar Chayyām, Nachdichtungen von Hans Bethge

o

Die Stimme Gottes kommt nicht vom
Sinai und nicht aus der Bibel, das Wesen der
Liebe, der Schönheit, der Heiligkeit liegt nicht im
Christentum, nicht in der Antike, nicht bei Goethe,
nicht bei Tolstoi – es liegt in dir, in dir und in mir, in
jedem von uns. Dies ist die alte, einzig ewig gültige
Wahrheit. Es ist die Lehre vom „Himmelreich“,
welches wir „inwendig in uns“ tragen.

Hermann Hesse: Weihnacht

o

Alle Meister, Nisargadatta, Ramana sagen:
Wie konnte das Absolute Selbst anfangen, nach
sich selbst Ausschau zu halten? Wie konnte es je
zu einem Sucher werden, um das zu suchen,
was der Sucher ist? 

Karl Renz: Punkt

 

Das Wasser wird das Wasser
wohl als letztes entdecken.

o

Der Tropfen weint: „Wie bin vom Meer ich weit!“
Das Weltmeer lacht: „Vergeblich ist dein Leid!
Sind wir doch alle Eins, sind alle Gott –
Uns trennt ja nur das winz’ge Pünktchen ‚Zeit‘. – “

 

Man darf nicht nach dem Wesen suchen,
man darf nicht nach dem Inneren Christus suchen,

sondern man muss sich finden lassen. Wir werden
gesucht von der überwältigenden Wirklichkeit,
die unseren eigentlichen Kern ausmacht. (…)
Wenn
wir sie suchen, schieben wir sie weg.

Karlfried Graf Dürckheim, Quelle

 

 


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Ich hab recht!


Eine Freundin ist links und
verteufelt alles Rechte. Ich
sagte ihr, dass Links und
Rechts als Kampfbegriffe
dienten, welche spalteten.
So wie sie gegen Rechts ist,
bin ich gegen Links-Rechts.
So wie sie korrigieren möchte,
möchte ich sie korrigieren.

Ein Blogger mit therapeutisch
-spirituellen Themen schreibt
immer wieder gegen die AfD
und Verschwörungstheoretiker
an. Ich schrieb ihm, dass dies
auch die Mainstreammedien
täten und damit Angst und
Hass produzierten. Gemäß
dem Motto: „Wir die Guten,
dort die Bösen.“ Gelebte
Spiritualität hingegen, so
schrieb ich, verringere
Hass und Angst, verbinde
die Menschen. Man sehe bei
sich dann auch das „Böse“ und
beim Anderen auch das „Gute“.

Wie beim ersten Beispiel, so
wirkte ich auch beim zweiten
trennend. Bezog mich lediglich
auf den „bösen“ Aspekt beim
Anderen und war selbstredend
auf der guten Seite. Was ich
kritisiere, tue ich ebenso.

Dies waren zwei Begebenheiten
aus der letzten Zeit. Durch sie
entstand in mir die Frage, wie
ich dieses „Du hast unrecht,
ich recht.“ überwinden könnte?
Diese Frage bewegte mich in
letzter Zeit. 
Und heute schlug ich
„Wenn alles zusammenbricht“ von
der buddhistischen Nonne Pema
Chödrön auf S. 124 auf.

Ab Minute 12 kannst Du ⇒ hier ⇐
hören, was ich vorhin las.

 

 

 


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Heute auf dem Feldweg

o

Im Dämmerlicht kommen mir aus der Ferne zwei Schatten
und ein Hund entgegen. In mir regt sich Widerstand. Ich
werde nicht auf die andere Seite wechseln. Auch der Hund
läuft am gleichen Rand weiter – nicht der kleinste Schlenker –
direkt auf mich zu. Kurz vor knapp weiche ich aus.

Im Weiterlaufen sinniere ich über diese Begebenheit und
sehe im Hund meine Sturheit gespiegelt. Einige Schritte später
mache ich kehrt Richtung Heimat – und sehe in der dunklen
Ferne zwei Schatten und einen Hund auf mich zukommen.

Diesmal habe ich keinen Vorsatz im Kopf und spaziere locker
weiter. Der Hund kommt zu mir und schaut mich freundlich an.

o

 


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Gehdanken

g

 

Nachrichten
InForm-ation

Nach was richten wir uns?
Soll die Wirk-lichkeit bzw. wir in eine bestimmte Form gebracht werden?
g
g
g

Verantwortung

Wer / was fragt mich an?
g
g

g
die Hand reichen g
g

g

inVITA-re

einladen – ins Leben holen
g
g

g
L-ich-t g
g
g

 

allEIN

Alles ist eins.

 

EinKlang

 

 

einsam

mit dem Einen zusammen

 

Zwei-fel

EINmalig

g
g

g
Lie/be

Lüge/Sein 
d
d
d
d
present

Die Gegenwart als Geschenk

 

wahrNehmen

 

entWickeln

 

ZuMut-ung

 

Armut

Arm an Mut

 

 


Ein Kommentar

Das Wertequadrat

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SCHERE UND NADEL
Ein König besucht den Weisen Farid. Als Gastgeschenk
bringt er eine goldene, mit Diamanten besetzte Schere
mit – eine kostbare Gabe. Der König verneigt sich vor
Farid und reicht ihm die Schere. Farid schaut sie sorgfältig
an und gibt sie dem König zurück: „Herr, ich danke dir für
dein Geschenk. Ich weiß, es ist kostbar, aber ich kann es
nicht brauchen. Viel schöner wäre es, du gäbest mir nur
eine einfache Nadel.“ Der König: „Das verstehe ich nicht.
Nadeln sind nicht wertvoll. Und wenn du eine Nadel
brauchst, dann brauchst du auch eine Schere.“ Darauf
Farid: „ Scheren schneiden die Dinge entzwei. Eine Nadel
aber näht sie zusammen. Ich lehre Liebe. Und Liebe will
zusammenfügen, nicht entzwei schneiden.“

Quelle
h

Der Artikel vom letzten Monat stellte die These auf,
dass die 
scheinbar bösen Extreme nicht böse seien. Sie
sind lebensnotwendig, 
spannen sie doch einen Raum aus,
in den hinein sich die Lebensfäden 
zusammenspinnen
und verweben können. Für sich allein 
genommen mag
ein Extrem vielleicht doch böse sein ~ ? ~ da 
lebensfeindlich,
doch ihr Zusammenspiel ermöglicht erst das 
Lebensspiel.
Sonne und Regen z. B. werden als gegensätzliche Elemente 
wahrgenommen und sind im Übermaß schädlich – doch im
Zusammenspiel kann sich ein Regenbogen zeigen.


Dieser farbenfrohe Himmelsbogen, welcher verschiedene
(Stand-)Punkte 
verbindend überbrückt, gilt als göttliches
Symbol. 
Aus diesem Seinszustand sind wir „vertrieben“, seit
wir durch den Baum der Erkenntnis 
Gut und Böse „sehen“.

v

In diesem Gut-böse-Bewusstsein steht man selbst meistens
auf der moralischen Seite und
somit scheinbar im Recht,
den
Anderen abzuwerten bzw. sogar zu bekämpften.


Zwei Seinsweisen stehen uns zur Auswahl. Die verbindende
Polarität und die trennend wirkende Dualität. Von zweiterem
ist die Welt übervoll und ersteres erscheint mir als eine
wertvolle Kunst, welche ich gerne vermehrt lernen und
anwenden möchte. 
Eine Hilfe hierfür könnte das
Wertequadrat
nach Helwig / Schulz von Thun sein. Anhand
des Autofahrens möchte ich diese Denkfigur vorstellen.

faden-201100278759

 

 

Quelle

„Bremsen“ alleine würde zu einem unguten Extrem führen und
braucht deshalb als Ausgleich das „Gas geben“. Auch das
„Gas geben“ braucht die entgegengesetzte Tugend, um nicht
in die Übertreibung abzugleiten. Durch das situationsgerechte
Zusammenspiel findet erst ein vernünftiges Fahren statt.


Machen wir ein zweites Beispiel, wie das Wertequadrat genutzt

werden kann und nehmen mal die „Freundlichkeit“ unter die Lupe.

faden-201100278759

Freundlichkeit kann zu übertriebener Schmeichelei führen.
Welche Schwestertugend könnte das In-den-Arsch-Kriechen
verhindern? 
„Ehrlichkeit“, schlage ich vor. Auch die
unausbalancierte Ehrlichkeit kann zuviel des Guten sein
und unhöflich werden. Ausbalanciert wird sie wiederum
von der „Freundlichkeit“. Durch das Zusammenspiel der
Gegensatz-Qualitäten kann sich in unserem Beispiel eine

glaubwürdige, da authentische Freundlichkeit entwickeln.


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Gibt es Gut und Böse?

88

Die Liste ließe sich fortsetzen und die Antwort scheint klar.
Ebenso böse erschienen 
mir die theoretischen Gegenpole:

  • Israel bevorzugte die Palästinenser ungemein
  • Verhätschelung von Kindern
  • syrische Übergriffe


Kann man also sagen, alle Extrempole sind destruktiv,
schaden dem Leben und sind somit böse?

Wenn wir uns das Leben als ein rundes Tuch vorstellen,
so hat es einen Rand – die diversen Pole wie z. B.

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle

Braucht der innere Stoff nicht notgedrungen einen Rand?
Braucht das Lebensgewebe nicht die Pole? Je weiter die
Pole auseinanderliegen, desto mehr Platz in der Mitte,
desto mehr Möglichkeiten und damit Freiheit. Je enger
die Pole beieinander, desto mehr ist alles gleich ⇒ was
Kreativität und Entwicklung lähmt. Würden alle Gegensätze
zusammenschmelzen, gäbe es keine Bewegung mehr, kein Leben.

Die Vorstellung vom Netz der vielen Pole scheint mir vibrierend
und gar nicht mehr klar im moralischen Sinne. Die jeweiligen
Pole bedingen sich gegenseitig und bilden in ihrer
Gegensätzlichkeit eine Einheit. Sie erst geben dem Leben Raum …