Rundbriefkasten


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ArmutsentstehungsAnalyse

Vor kurzem war ich bei einem Vortrag des Soziologieprofessors
Stephan Lessenich, der mit seinem Buch „Neben uns die Sintflut“
aufzeigte, wie wir reiche Länder auf Kosten der vielen armen
Länder leben. Er 
fasst es alliterarisch so zusammen:
o

Erstes A
Aneignung

Wir verwandeln wie selbstverständlich Arbeit und Natur
zu unserem Eigentum.
o

Zweites A
Ausbeutung

Die Liste ist endlos ..
o

Drittes A
Auslagerung

Die desaströsen Folgekosten und Risiken haben andere zu tragen.
o

Viertes A
Abschließung

Wir schützen uns vor den Rückkopplungseffekten,
z. B. vor den vielen Flüchtlingen, welche wir produzieren.
o

Fünftes A
Abwertung

Die Anderen werden als weniger wertvoll erachtet
und somit das Eigene aufgewertet.
o

Sechstes A
Ausblendung

Die genannten A`s wollen wir nicht wahrnehmen.
Insofern sind wir Komplizen und Träger dieses Systems.

 

o

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Gott entdecken?

o

Wenn dir Dinge ständig im Kopf herumgehen,
verpufft der Kopf ständig seine Energie.
Der Kopf stumpft ab, wird gelangweilt, wird
so überlastet, dass dir das Leben einfach
sinnlos erscheint. Wenn der Kopf entlastet ist,
schwerelos, frisch, dann tritt Intelligenz ein,
dann schaust du mit frischen Augen auf die Welt,
mit einem frischen Bewusstsein, unbeschwert.
Dann ist die ganze Schöpfung schön – diese
Schönheit ist Gott. Dann ist die ganze Schöpfung
lebendig – diese Lebendigkeit ist Gott. Dann ist
die ganze Schöpfung ekstatisch, jeder Augenblick
davon, jedes kleine Stückchen davon ist selig
– diese Seligkeit, Ekstase ist Gott.

Gott ist keine Person, die irgendwo auf dich wartet:
Gott ist eine Offenbarung in 
dieser Welt. Wenn der
Kopf still ist, klar, unbelastet, jung, frisch, ungetrübt
– für einen ungetrübten Geist ist Gott überall.
Aber euer Geist ist tot, und ihr habt ihn abgetötet
durch einen ganz besonderen Prozess. Dieser
Prozess ist: Von einem Extrem zum anderen
zu gehen und von diesem Extrem wieder zu
einem anderen, ohne je in der Mitte zu bleiben.

Osho: Die verbotene Wahrheit – Über das Thomasevangelium

 

 

o

Fruchtlos ist unsre Mühe dich zu finden,
Mein Gott, denn wir sind stümperhafte Wesen;
Ob nun erfüllt von Wissen oder Einfalt,
Es fehlt uns ganz die Macht, dich zu begreifen:
Dein Name tönt, – doch unser Ohr ist taub,
Du zeigst dich uns, – doch unser Aug ist blind.

Omar Chayyām, Nachdichtungen von Hans Bethge

o

Die Stimme Gottes kommt nicht vom
Sinai und nicht aus der Bibel, das Wesen der
Liebe, der Schönheit, der Heiligkeit liegt nicht im
Christentum, nicht in der Antike, nicht bei Goethe,
nicht bei Tolstoi – es liegt in dir, in dir und in mir, in
jedem von uns. Dies ist die alte, einzig ewig gültige
Wahrheit. Es ist die Lehre vom „Himmelreich“,
welches wir „inwendig in uns“ tragen.

Hermann Hesse: Weihnacht

o

Alle Meister, Nisargadatta, Ramana sagen:
Wie konnte das Absolute Selbst anfangen, nach
sich selbst Ausschau zu halten? Wie konnte es je
zu einem Sucher werden, um das zu suchen,
was der Sucher ist? 

Karl Renz: Punkt

 

 

 

 

Das Wasser wird das Wasser
wohl als letztes entdecken.

o

Der Tropfen weint: „Wie bin vom Meer ich weit!“
Das Weltmeer lacht: „Vergeblich ist dein Leid!
Sind wir doch alle Eins, sind alle Gott –
Uns trennt ja nur das winz’ge Pünktchen ‚Zeit‘. – “

 

 

 

Man darf nicht nach dem Wesen suchen,
man darf nicht nach dem Inneren Christus suchen,

sondern man muss sich finden lassen. Wir werden
gesucht von der überwältigenden Wirklichkeit,
die unseren eigentlichen Kern ausmacht. (…)
Wenn
wir sie suchen, schieben wir sie weg.

Karlfried Graf Dürckheim, Quelle

 

 

 

Gelassenheit fängt Gott:
Gott aber selbst zu lassen,
Ist ein Gelassenheit,
die wenig Menschen fassen.

Angelus Silesius

 


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Ich hab recht!


Eine Freundin ist links und
verteufelt alles Rechte. Ich
sagte ihr, dass Links und
Rechts als Kampfbegriffe
dienten, welche spalteten.
So wie sie gegen Rechts ist,
bin ich gegen Links-Rechts.
So wie sie korrigieren möchte,
möchte ich sie korrigieren.

Ein Blogger mit therapeutisch
-spirituellen Themen schreibt
immer wieder gegen die AfD
und Verschwörungstheoretiker
an. Ich schrieb ihm, dass dies
auch die Mainstreammedien
täten und damit Angst und
Hass produzierten. Gemäß
dem Motto: „Wir die Guten,
dort die Bösen.“ Gelebte
Spiritualität hingegen, so
schrieb ich, verringere
Hass und Angst, verbinde
die Menschen. Man sehe bei
sich dann auch das „Böse“ und
beim Anderen auch das „Gute“.

Wie beim ersten Beispiel, so
wirkte ich auch beim zweiten
trennend. Bezog mich lediglich
auf den „bösen“ Aspekt beim
Anderen und war selbstredend
auf der guten Seite. Was ich
kritisiere, tue ich ebenso.

Dies waren zwei Begebenheiten
aus der letzten Zeit. Durch sie
entstand in mir die Frage, wie
ich dieses „Du hast unrecht,
ich recht.“ überwinden könnte?
Diese Frage bewegte mich in
letzter Zeit. 
Und heute schlug ich
„Wenn alles zusammenbricht“ von
der buddhistischen Nonne Pema
Chödrön auf S. 124 auf.

Ab Minute 12 kannst Du ⇒ hier ⇐
hören, was ich vorhin las.

 

 

 


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Heute auf dem Feldweg

o

Im Dämmerlicht kommen mir aus der Ferne zwei Schatten
und ein Hund entgegen. In mir regt sich Widerstand. Ich
werde nicht auf die andere Seite wechseln. Auch der Hund
läuft am gleichen Rand weiter – nicht der kleinste Schlenker –
direkt auf mich zu. Kurz vor knapp weiche ich aus.

Im Weiterlaufen sinniere ich über diese Begebenheit und
sehe im Hund meine Sturheit gespiegelt. Einige Schritte später
mache ich kehrt Richtung Heimat – und sehe in der dunklen
Ferne zwei Schatten und einen Hund auf mich zukommen.

Diesmal habe ich keinen Vorsatz im Kopf und spaziere locker
weiter. Der Hund kommt zu mir und schaut mich freundlich an.

o

 


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Von der inneren Weihnacht

o

Mattina

M’illumino d’im­men­so

o

Das Gedicht heißt „Morgen“ und wurde von
Hans Krieger folgendermaßen übersetzt:

Unermeßliches 
Durchlichtet mich.

 

Guiseppe Ungaretti beschreibt während
den Grauen des 1. Weltkrieges (1917) eine
Erfahrung, welche überwältigend ist, ergreifend.
Wie wohl ein Morgen ohne eine Nacht nicht
möglich, so setzt dieses Erleben wohl eine
innere Dunkelheit voraus.

Die Sonnengötter Mithras und Sol als dann
auch Jesus wurden gerade zur Wintersonnenwende,
also im dunkelsten Zyklus des Jahres, geboren. So
wünsche ich Dir und mir genügend Dunkles
und das unermessliche Geschenk  der

inneren Weihnacht


o

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o

 


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Ein dem Gemeinwohl dienender Kapitalismus

o

an:
info@cdu.de
fraktion@cducsu.de
wolfgang.schaeuble@bundestag.de

 

Sehr geehrte Mitglieder der CDU

Sie kennen F. Merz – auch als …

  • Aufsichtsratvorsitzenden der deutschen
    Tochtergesellschaft von Black Rock
  • Mitglied der Trilateralen Kommission
  • Mitbegründer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft
  • Vorsitzenden der Atlantikbrücke
  • Aufsichtsratsmitglied der Bank HSBC Trinkaus 
  • Atomenergie-Lobbyist
  • usw usw

Dieser Vertreter des Geldadels ist bei Ihrer Wahl des
Parteivorsitzenden in der engsten Wahl.

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Daher frage ich Sie:
– — — —– ——– ————->

Werden Sie weiterhin / vermehrt Lobbyarbeit betreiben?

Einem Kapitalismus dienen, der Gier, Egoismus und
Konkurrenz produziert?

Mitverantwortlich für die permanent größer werdende
Schere zwischen Arm und Reich und für das Schänden
unserer Mutter Erde sein?

Ihre baldige Wahl wird Ihre Antwort sein …

Die überragende Mehrheit  der Bevölkerung möchte
einen anderen Kapitalismus. Einen, welcher mit Umwelt,
Frieden 
und Gerechtigkeit vereinbar ist. Dies ist möglich
und Sie als 
Mitglieder der CDU haben die Aufgabe und
die Pflicht, den Willen des Volkes umzusetzen.


Ich  sende Ihnen  eine
Umsetzungsidee von Christian Felber
und grüße Sie mit GG 14 (2)
Andreas Straubinger

 

Nachtrag am 07.12.
Die Großfinanz hat trotz medialer Unterstützung
knapp nicht die  CDU übernommen. Ich bin erleichtert.


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Der volle Sack

an:
info@cdu.de
o
Wahl für Wahl fuhr Kanzlerautokratin A. Merkel herbe
Verluste 
ein. Nach den Landtagswahlen in Bayern
und Hessen 
verkündete sie heute, nicht mehr als
Parteivorsitzende 
und Kanzlerin zu kandidieren.

Zur Feier des heutigen Tages ein Gedicht von Wilhelm Busch:

 

Ein dicker Sack – den Bauer Bolte,
Der ihn zur Mühle schaffen wollte,
Um auszuruhn, mal hingestellt,
Dicht an ein reifes Ährenfeld –
Legt sich in würdevolle Falten
Und fängt  ́ne Rede an zu halten:

„Ich“, sprach er, „bin der volle Sack,
Ihr Ähren seid nur dünnes Pack.
Ich bin ́s, der euch auf dieser Welt
In Einigkeit zusammenhält.
Ich bin ́s, der hoch vonnöten ist,
Daß euch das Federvieh nicht frisst.
Ich, dessen hohe Fassungskraft
Euch schließlich in die Mühle schafft.
Verneigt euch tief, denn ich bin D e r!
Was wäret ihr, wenn ich nicht wär?“

Sanft rauschen die Ähren:
„Du wärst ein leerer Schlauch,
Wenn wir nicht wären.“ –